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Fußball-Weltmeister Rudi Völler hat im Vorfeld des 83. DFB-Pokalfinales der Männer in Berlin 30 ehrenamtlich Engagierte Menschen getroffen. Die Gruppe war anlässlich des bundesweiten Ehrentages von den DFB-Stiftungen Egidius Braun und Sepp Herberger sowie der Stiftung der Nationalmannschaft in die Bundeshauptstadt eingeladen worden und dort von Freitag bis Sonntag zu Gast. Die Stiftungen sind nationale Partner des von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierten bundesweiten Aktionsprogramms.
Zusammen mit Franziska Wülle, der Pressesprecherin der Nationalmannschaft, kam Rudi Völler in das Tagungshotel auf dem Gelände des Johannesstifts in Spandau. Der 90-fache A-Nationalspieler zählt zusammen mit Wülle zu den Mitgliedern des Stiftungsrates der im Frühjahr 2020 gegründeten Stiftung der Nationalmannschaft. „Uns allen in der Mannschaft und dem Team hinter dem Team liegt es am Herzen, engagierte Menschen wie euch zu unterstützen“, betonte Völler und unterstrich mit Blick auf den Beginn seiner eigenen Karriere: „Ich weiß genau, wie wichtig das ist, was ihr tut. Mein Vater war in meinem Heimatverein in Hanau lange Jahre ehrenamtlich engagiert, hat unter anderem den Kiosk betreut“.

In der Gesprächsrunde ging es anschließend um die Bedeutung des Ehrenamts für unsere Gesellschaft, Völlers Karriere auf und neben dem Platz und natürlich auch um die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in USA, Kanada und Mexiko. Dabei erinnerte Völler an das 40-jährige Jubiläum der Mexico-Hilfe, die im WM-Sommer 1986 entstand und seither ununterbrochen Bildungsprogramme in Mexiko unterstützt.
„Was können wir an der Basis für den Fußball tun?“, fragte ein Teilnehmer. Völlers Antwort kam prompt: „Bringt Kinder in Bewegung und bleibt weiterhin so beispielgebend engagiert. Das ist wichtig und hält unsere Gesellschaft zusammen.“

„Ohne Ehrenamt würde der Ball nicht rollen“
Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Sie sind der Motor unserer Demokratie und das Herz des Sports. Anlässlich des 77. Geburtstags des Grundgesetzes am 23. Mai fand erstmals der Ehrentag statt – eine Mitmachaktion der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) auf Initiative des Bundespräsidenten. Die DFB-Stiftungen Egidius Braun und Sepp Herberger sowie die Stiftung der Nationalmannschaft unterstützten das Programm als offizielle Aktionspartner und realisierten das Dankeschön-Event „Ehrendank ans Ehrenamt“ in Berlin.
Während der mediale Blick oft auf die berühmte Spitze des Eisbergs, den Spielbetrieb der Fußball-Bundesligen, gerichtet ist, findet der Großteil der ausgetragenen Begegnungen jedes Wochenende an der oft zitierten Basis statt: rund 60.000 Fußballspiele werden statistisch allwöchentlich in Deutschland durchgeführt. Möglich gemacht von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die Spiele pfeifen, Abläufe organisieren, Kuchen backen, Fahrdienste übernehmen, Kinder betreuen oder den Platz abkreiden. „Der Sport ist in Deutschland der größte Träger bürgerschaftlichen Engagements. Das Ehrenamt ist das Rückgrat des Fußballs. Einer Gesellschaft geht es gut, wenn sich viele Menschen für die Gemeinschaft engagieren“, hob DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Kontext des Ehrentages hervor.

30 engagierte Menschen wurden stellvertretend für so viele in die Bundeshauptstadt eingeladen. Neben dem Gespräch mit Rudi Völler und Franziska Wülle sowie dem Besuch des Endspiels standen Workshops und Vorträge auf dem Programm, die unter anderem zusammen mit der ZEIT-Stiftung Bucerius realisiert wurden.
Neben der Veranstaltung in Berlin unterstützten die DFB-Stiftungen Egidius Braun und Sepp Herberger zudem eine Tanzveranstaltung von Schauspielerin Esther Schweins für an Demenz erkrankte Seniorinnen und Senioren in Mannheim sowie die Verleihung der Ehrenpreise der Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung an junge Engagierte in Mainz. Kommende Woche findet zum Abschluss der Aktivitäten die Egidius-Braun-Akademie für junge Ehrenamtstalente in der Sportschule Grünberg statt.