2.7.2026

Ein tödliches Eigentor – Erinnerung an Andrés Escobar in Los Angeles und Berlin

Am 2. Juli 1994 wurde Andrés Escobar, Fußballstar und Nationalheld aus Kolumbien, in Medellín ermordet – mutmaßlich wegen seines Eigentors im WM-Spiel gegen die USA im Rose Bowl Stadium in Los Angeles wenige Tage zuvor, das Kolumbiens Ausscheiden besiegelte. Diese Tragödie bleibt sowohl eine sportliche als auch menschliche Erinnerung und wird zu einem Symbol für Gewalt, gesellschaftlichen Druck und die verletzliche menschliche Seite des Fußballs.

Installationen in Los Angeles und Berlin

Dieses Jahr jährt sich sein Todestag zum 32. Mal, zeitgleich mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Mit einer eindrucksvollen Fußball-Installationen in Los Angeles und Berlin zur Erinnerung an Andrés Escobar kehrt seine tragische Geschichte an ihre Ursprungsort zurück. 

Unter dem Titel „Andrés“ schafft Simon Schneider (Sport Schneider) zwei kunstvoll-popkulturelle Erinnerungsorte in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin sowie der St. Andrew Church in Los Angeles unweit des Rose Bowl Stadiums. Begleitet von dem preisgekrönten Hörspiel „La vida no termina aquí“ („Das Leben endet nicht hier“), in dem Escobar aus dem Jenseits auf seine Geschichte, den Fußball und die Gewalt in Kolumbien zurückblickt, sind die Installationen ein starkes Plädoyer für den Frieden.

Was kann Fußball heute sein?

Im Zentrum steht jedoch nicht allein der Tod eines Fußballers, sondern die Frage, was Fußball heute sein kann. Fußball schreibt viele Geschichten. Die von Andrés Escobar bleibt unvergessen. Er glaubte an die Kraft des Fußballs, Menschen zu vereinen. Sein tragisches Schicksal zeigt, wie nah Sieg und Niederlage, Anerkennung und Verachtung beieinanderliegen. Gefördert von der DFB-Kulturstiftung knüpft die Installation an die Tradition der Schweigeminute an – als stille, kraftvolle Geste des Erinnerns im Fußball und Ermutigung für Menschlichkeit und Frieden und einzustehen.

„Andrés“ kann bis zum 19.07.2026 täglich von 10 bis 18 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin sowie der St. Andrew Church, Los Angeles besucht werden.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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