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Pralles Leben und der Puls der Zeit sind auf dem Kennedyplatz im Herzen Essens schon immer zu spüren. Vom 11. bis 13. September verwandelte sich der Platz im Zentrum der Ruhrgebietsmetropole für drei Tage in eine gigantische Bühne. Eine Bühne für Vielfalt, Fußball und Gemeinschaft. Denn genau diese drei Komponenten machten die Fußball-Inklusionstage 2026 aus, die die DFB-Stiftung Sepp Herberger gemeinsam mit der Stadt Essen, dem Fußballverband Niederrhein (FVN), Rot-Weiss Essen und weiteren Kooperationspartnern ausrichtete. Unter dem Motto „Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft“ wurden Turniere für Mannschaften von Werkstätten für behinderte Menschen oder für Inklusionsteams unterschiedlicher Altersgruppen ausgerichtet. Zudem wurden die Fußballfacetten Frame Football und Amputierten-Fußball vorgestellt und inklusive Mitmachangebote für die Zuschauerinnen und Zuschauer durchgeführt. Sportlicher Höhepunkt waren die Partien des abschließenden Spieltags in der Blindenfußball-Bundesliga.
„Die Fußball-Inklusionstage haben einmal mehr die bunte Vielfalt des Handicap-Fußballs in den Mittelpunkt gerückt und hier auf dem Essener Kennedyplatz einen Ort für Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen. Damit sind unsere Erwartungen vollauf erfüllt worden“, erklärte Ralph-Uwe Schaffert, DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger.
Heimspiel für die Inklusionsteams der Region
Ein Heimspiel der besonderen Art erlebten die Spielerinnen und Spieler der Inklusionsteams und Jugendmannschaften aus der Region: Unter anderem traten Vertretungen des DJK Franz Sales Haus, des VfL Eintracht Frintrop, des SV Leithe, von SuS Haarzopf und des FC Kray bei den U16- und Ü16-Inklusionsturnieren an.
„Mitten in Essen auf dem Kennedyplatz vor einer solchen Kulisse aufzulaufen, ist für die Vereine aus unserem Verbandsgebiet ein ganz besonderes Erlebnis. Es zeigt eindrucksvoll, dass Inklusion im Fußballverband Niederrhein kein Nischenthema ist, sondern fest in unserer Verbandskultur und dem Alltag der Klubs verankert gehört“, betonte Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein. Viele Spielerinnen und Spieler der Teams haben unterschiedliche Behinderungen, sind in der Begeisterung für den Fußball aber vereint. „Wenn man sieht, wie selbstverständlich hier Barrieren abgebaut werden, ist das eine Bestätigung für unsere tägliche Arbeit in den Kommissionen und Vereinen – ein absoluter Höhepunkt für den gesamten Verband“, ergänzte Peter Koch, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender der Kommission Inklusion des FVN.
Sportfreunde BG Blista Marburg sind Meister der Blindenfußball-Bundesliga
Beim Fußballturnier für Werkstätten setzte sich die Mannschaft Alexianer GWK Start GmbH aus Köln durch. Zur Siegerehrung kamen Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, Lira Alushi, ehemalige Nationalspielerin, der Sportdirektor von Rot-Weiss Essen Christian Flüthmann und Inklusions-Mutmacher Marcel Friederich. Den Kennedyplatz in Essen in bester Erinnerung behalten, werden auch die Blindenfußballer der Sportfreunde BG Blista Marburg. Sie feierten am Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga in dem Pop-Up-Stadion mit ca. 2.300 Plätzen einen 3:0-Erfolg gegen den letztlich viertplatzierten MTV Stuttgart und sicherten sich so den Titel in der Blindenfußball-Bundesliga vor dem FC St. Pauli.
Prominente Besucher
"Fußball verbindet Menschen. Er sollte für alle zugänglich sein, unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Die Fußball-Inklusionstage zeigen eindrucksvoll, dass Teilhabe möglich ist und jeder dazugehört“, sagte A-Nationalspieler Maximilian Beier. Er gehörte zu jenen prominenten Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Gesellschaft, die die Fußball-Inklusionstage unterstützen. Der Profifußballer von Borussia Dortmund begleitete die Siegerehrung des Ü16-Inklusionsturniers und nahm sich viel Zeit für Gespräche und Erinnerungsfotos mit den Fußballerinnen und Fußballern. Zum Prominentenspiel im Blindenfußball kamen die ehemaligen Nationalspielerinnen Inka Grings und Dr. Turid Knaak, der ehemalige Nationalspieler Jens Nowotny sowie die früheren Profi-Fußballer des FC Schalke 04, Ingo Anderbrügge und Reiner Edelmann.
Ein buntes Fußballfest voller Emotionen und besonderer Momente – das waren die Fußball-Inklusionstage 2026 auf dem Essener Kennedyplatz.
Die Fußball-Inklusionstage 2026 wurden von der Deutschen Telekom, Volkswagen, SAP und VANDA Pharmaceuticals unterstützt.