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Wenn vom 31. August bis 3. September 2026 die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten in Duisburg-Wedau stattfindet, steht ein Ziel besonders im Fokus: die gezielte Stärkung von weiblichen Werkstattbeschäftigten auf dem Platz. Als Signalgeberin und prominente Unterstützung besuchte Ex-Nationalspielerin und Europameisterin Inka Grings im Vorfeld das Frauen-Team der Hephata Arbeit gGmbH und der wewole Stiftung bei einer gemeinsamen Trainingseinheit in Mönchengladbach.
Für die DFB-Stiftung Sepp Herberger, die das Traditionsturnier gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) ausrichtet, ist die stärkere Einbindung von Frauen ein zentrales Anliegen.
„Jedes Jahr aufs Neue ist die Meisterschaft von einer großen, gemeinsamen Leidenschaft geprägt“, betont Ralph-Uwe Schaffert, DFB-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger. „Unser Turnier zeigt, wie Teilhabe gelingen kann, und bietet allen Teilnehmenden nicht nur mitreißende Spiele, sondern ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Gerade im Bereich des inklusiven Frauenfußballs wollen wir Schritt für Schritt noch mehr Spielerinnen begeistern und sichtbar machen.“
Wie diese Begeisterung in der Praxis aussieht, zeigte sich auf dem Platz in Mönchengladbach. Die zweifache Europameisterin Inka Grings, die bereits im Vorjahr die Ehrung der Siegerteams vornahm, stand diesmal selbst mit den Spielerinnen auf dem Rasen, gab taktische Kniffe weiter und feilte an den Abläufen für das anstehende Turnier.

„Fußball lebt von Leidenschaft, Teamgeist und dem gemeinsamen Willen, immer besser zu werden. Genau diese Elemente habe ich bei den Spielerinnen beim Training sofort gespürt“, fasst Inka Grings ihre Eindrücke zusammen. Für sie geht die Bedeutung des Events weit über den sportlichen Wettbewerb hinaus: „Bei der Meisterschaft geht es um viel mehr als um reine Ergebnisse: Es geht um Begegnung auf Augenhöhe und darum, gemeinsam zu zeigen, was auf dem Platz möglich ist.“
Sichtbarkeit und Vernetzung als Schlüssel
Die Notwendigkeit solcher Aktionen unterstreicht auch der Blick auf die Teilnehmenden: Während bei den Männern 16 Teams aus ganz Deutschland anreisen, treten bei den Frauen in diesem Jahr fünf Mannschaften an.
Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM, sieht in den gemeinsamen Initiativen mit der DFB-Stiftung Sepp Herberger einen wichtigen Hebel: „Die Meisterschaft fördert Teamgeist, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit. Gerade weil es noch nicht ausreichend Frauen-Teams in den Werkstätten gibt, hat das Turnier eine zentrale Bedeutung. Hier können die Teams zusammenkommen, sich untereinander vernetzen und voneinander lernen – das stärkt den inklusiven Frauenfußball als Ganzes.“

Durch den Besuch von Inka Grings reisen die Spielerinnen aus Mönchengladbach nun nicht nur mit neuen Profi-Tipps nach Duisburg, sondern vor allem mit einer gehörigen Portion Rückenwind für die anstehenden Turniertage.
Mehr Informationen zur Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen 2026 sowie die Liste der teilnehmenden Teams gibt es unter https://www.fussball-wfbm.de/.