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13.3.2026

Philipp Lahm behält mit seiner Stiftung die Schwächsten im Blick

Für seine Stiftung bleibt Philipp Lahm weiter am Ball. (Foto: Philipp Lahm-Stiftung)

Philipp Lahm hat fast alles gewonnen, was man als Fußballer gewinnen kann. Alle seine Triumphe aufzuzählen, ist nahezu unmöglich. Deutsche Meisterschaften, DFB-Pokalsiege, die Champions League – alles hat er mit dem FC Bayern errungen, das meiste mehrfach. Über allem steht natürlich die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 mit der DFB-Auswahl in Brasilien. Lahm war Kapitän, hat nach dem dramatischen 1:0 im Finale gegen Argentinien als Erster die Siegestrophäe in den Nachthimmel von Rio de Janeiro gestemmt. Mehr geht nicht. 

Aber Philipp Lahm wollte auch schon früh neben dem Platz Verantwortung übernehmen und seine Bekanntheit und Möglichkeiten nutzen, um benachteiligten Menschen zu helfen und positiv in die Gesellschaft hineinzuwirken. Aus dieser Motivation heraus hat er am 11. Dezember 2007 seine nach ihm benannte Stiftung gegründet.

„Im Sommer 2007 bin ich nach Südafrika gereist, um mir ein Bild von dem Land zu machen, das die Weltmeisterschaft 2010 ausrichten würde. In den Townships von Südafrika habe ich dabei unzählige Kinder und Jugendliche gesehen, die ohne jegliche Hoffnung und in großer Armut aufwachsen. Diese Erfahrung war ausschlaggebend für meinen Wunsch, selbst zu helfen und andere zu bewegen, mich darin zu unterstützen“, sagt der 42-Jährige. Der Fokus seiner Tätigkeit richtet sich dabei auf Deutschland und Südafrika.

Auch über die Auszeichnung bei den Sepp-Herberger-Awards wird der Jubel groß sein. (Foto: Philipp Lahm-Stiftung)

In einem Township bei Kapstadt wurde aus Stiftungsmitteln der Aufbau einer sportlichen Infrastruktur finanziert, so dass dort Kinder und Jugendliche nun einen „Safe Space“ vorfinden, in dem die Regeln des Sports in einer schwierigen Umgebung Erwartungssicherheit und Halt geben. In Deutschland vermittelt die Stiftung im Rahmen des Philipp Lahm Sommercamps und der Philipp Lahm Schultour Gesundheits- und Sozialkompetenzen an junge Menschen – mehrere tausend Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahren an diesen Projekten teilgenommen. 

Plattform hat Ehrenamt im Blick

Inzwischen umfasst die Stiftungsarbeit auch Projekte, die das Ehrenamt in Deutschland in den Fokus nehmen: „Im Zuge der EURO 2024 haben wir die Plattform treffpunkt verein entwickelt, um Vereine und die dort engagierten Ehrenamtlichen zu stärken. Mit meiner Stiftung setzen wir auf der Plattform Projekte um, die an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ansetzen und sie in ihrem Alltag unterstützen – durch Wissen, Ressourcen oder Kontakte“, erklärt der DFB-Ehrenspielführer. 

Philipp Lahm ist in München aufgewachsen, inmitten einer Familie, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in seinem Heimatverein FT Gern engagiert. Er hat im Verein gelernt, wie wichtig Gemeinschaft ist, und betont immer wieder, dass es auch dieses Umfeld war, das ihm die Werte und die Ressourcen mitgegeben hat, um schließlich ein erfolgreicher Fußball-Profi zu werden. 

Gute Laune ist auch bei der Stiftungsarbeit wichtig. (Foto: Philipp Lahm-Stiftung)

Die Philipp Lahm-Stiftung hat seit ihrer Errichtung vor fast 20 Jahren vier große Initiativen gestartet, die auch heute noch laufen:

  1. Das Philipp Lahm-Sommercamp Philipp Lahm vermittelt in jährlichen Sommercamps gesunde Lebensführung und Sozialkompetenz. Seit 2009 erreichte die Stiftung bisher über 2.500 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren in jeweils siebentägigen Camps zu den Kernthemen Bewegung, Ernährung und Persönlichkeit auf spielerisch und pädagogisch innovative Weise.
  2. Die Philipp Lahm-Schultour Seit 2017 bringt die Schultour die Schwerpunkte gesunde Lebensführung und Sozialkompetenz an Mittel- und Realschulen und erreicht mit maßgeschneiderten Projekten über 12.000 Schülerinnen und Schüler. Die Schultour ist eine Weiterentwicklung des Sommercamps für fünfte und sechste Klassen, die in Kooperation mit der AOK Bayern durchgeführt wird.
  3. „Soccer in Philippi“ Das Stiftungsprojekt fördert die Gesundheit und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen im südafrikanischen Township Philippi bei Kapstadt. Der „Philipp Lahm Sports Ground“ ermöglicht tausenden von Kindern aus ärmsten Verhältnissen, regelmäßig Sport zu betreiben. Die Philipp Lahm-Stiftung unterstützt das Sportprogramm des Gemeindezentrums iThemba Labantu, das Kindern und Jugendlichen eine sichere Anlaufstelle im turbulenten Township-Alltag bietet.
  4. Ideenwettbewerb Das Projekt, das auf der Plattform treffpunkt verein umgesetzt wird, umfasst eine Reihe von Aktionen zur Stärkung von Vereinen in den Bereichen Demokratie und Nachhaltigkeit. Zum Beispiel fördert die Philipp Lahm-Stiftung mit „Gemeinsam geht besser“ das Engagement von Sportvereinen, die mit innovativen Projekten Zusammenhalt, Teilhabe und Mitbestimmung stärken. Über 220 Vereine aus ganz Deutschland haben ihre Ideen eingereicht — neun von ihnen wurden von einer Jury ausgezeichnet und wurden mit Fördermitteln zur Umsetzung ihrer Ideen ausgestattet. So entsteht gelebte Demokratie im Sport — und ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Durch die vier Projekte in Südafrika und Deutschland kamen Kindern, Jugendlichen und Vereinen bereits elf Millionen Euro zugute. Die Philipp Lahm-Stiftung wurde schon mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet, zuletzt wurde sie von der Deutschen UNESCO Kommission offiziell als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Und nun kommt auch noch der Sepp-Herberger-Award 2026 dazu.

Geschick ist gefragt. (Foto: Philipp Lahm-Stiftung)

Über die Sepp-Herberger-Awards

Am 16. März werden die Sepp-Herberger-Awards in der Autostadt in Wolfsburg verliehen (ab 20:15 Uhr live auf #dabeiTV bei MagentaTV). Elf Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Auszeichnungen in den Kategorien Handicap-Fußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball-Stiftung sowie Sozialwerk. Im Rahmen einer Feierstunde mit prominenten Gästen werden Geldpreise im Wert von insgesamt 100.000 Euro vergeben. Die Sepp-Herberger-Awards werden von Volkswagen und der Deutschen Telekom unterstützt. 

Schalten Sie am 16. März um 20:15 Uhr ein. Dabeisein lohnt sich.

Hier geht es zum Livestream auf dem DFB-YouTube-Kanal. Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Preisträgern aus den weiteren Kategorien finden Sie hier.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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