


Philipp Lahm hat fast alles gewonnen, was man als Fußballer gewinnen kann. Alle seine Triumphe aufzuzählen, ist nahezu unmöglich. Deutsche Meisterschaften, DFB-Pokalsiege, die Champions League – alles hat er mit dem FC Bayern errungen, das meiste mehrfach. Über allem steht natürlich die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 mit der DFB-Auswahl in Brasilien. Lahm war Kapitän, hat nach dem dramatischen 1:0 im Finale gegen Argentinien als Erster die Siegestrophäe in den Nachthimmel von Rio de Janeiro gestemmt. Mehr geht nicht.
Aber Philipp Lahm wollte auch schon früh neben dem Platz Verantwortung übernehmen und seine Bekanntheit und Möglichkeiten nutzen, um benachteiligten Menschen zu helfen und positiv in die Gesellschaft hineinzuwirken. Aus dieser Motivation heraus hat er am 11. Dezember 2007 seine nach ihm benannte Stiftung gegründet.
„Im Sommer 2007 bin ich nach Südafrika gereist, um mir ein Bild von dem Land zu machen, das die Weltmeisterschaft 2010 ausrichten würde. In den Townships von Südafrika habe ich dabei unzählige Kinder und Jugendliche gesehen, die ohne jegliche Hoffnung und in großer Armut aufwachsen. Diese Erfahrung war ausschlaggebend für meinen Wunsch, selbst zu helfen und andere zu bewegen, mich darin zu unterstützen“, sagt der 42-Jährige. Der Fokus seiner Tätigkeit richtet sich dabei auf Deutschland und Südafrika.

In einem Township bei Kapstadt wurde aus Stiftungsmitteln der Aufbau einer sportlichen Infrastruktur finanziert, so dass dort Kinder und Jugendliche nun einen „Safe Space“ vorfinden, in dem die Regeln des Sports in einer schwierigen Umgebung Erwartungssicherheit und Halt geben. In Deutschland vermittelt die Stiftung im Rahmen des Philipp Lahm Sommercamps und der Philipp Lahm Schultour Gesundheits- und Sozialkompetenzen an junge Menschen – mehrere tausend Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahren an diesen Projekten teilgenommen.
Plattform hat Ehrenamt im Blick
Inzwischen umfasst die Stiftungsarbeit auch Projekte, die das Ehrenamt in Deutschland in den Fokus nehmen: „Im Zuge der EURO 2024 haben wir die Plattform treffpunkt verein entwickelt, um Vereine und die dort engagierten Ehrenamtlichen zu stärken. Mit meiner Stiftung setzen wir auf der Plattform Projekte um, die an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ansetzen und sie in ihrem Alltag unterstützen – durch Wissen, Ressourcen oder Kontakte“, erklärt der DFB-Ehrenspielführer.
Philipp Lahm ist in München aufgewachsen, inmitten einer Familie, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in seinem Heimatverein FT Gern engagiert. Er hat im Verein gelernt, wie wichtig Gemeinschaft ist, und betont immer wieder, dass es auch dieses Umfeld war, das ihm die Werte und die Ressourcen mitgegeben hat, um schließlich ein erfolgreicher Fußball-Profi zu werden.

Die Philipp Lahm-Stiftung hat seit ihrer Errichtung vor fast 20 Jahren vier große Initiativen gestartet, die auch heute noch laufen:
Durch die vier Projekte in Südafrika und Deutschland kamen Kindern, Jugendlichen und Vereinen bereits elf Millionen Euro zugute. Die Philipp Lahm-Stiftung wurde schon mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet, zuletzt wurde sie von der Deutschen UNESCO Kommission offiziell als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Und nun kommt auch noch der Sepp-Herberger-Award 2026 dazu.

Über die Sepp-Herberger-Awards
Am 16. März werden die Sepp-Herberger-Awards in der Autostadt in Wolfsburg verliehen (ab 20:15 Uhr live auf #dabeiTV bei MagentaTV). Elf Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Auszeichnungen in den Kategorien Handicap-Fußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball-Stiftung sowie Sozialwerk. Im Rahmen einer Feierstunde mit prominenten Gästen werden Geldpreise im Wert von insgesamt 100.000 Euro vergeben. Die Sepp-Herberger-Awards werden von Volkswagen und der Deutschen Telekom unterstützt.
Schalten Sie am 16. März um 20:15 Uhr ein. Dabeisein lohnt sich.
Hier geht es zum Livestream auf dem DFB-YouTube-Kanal. Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Preisträgern aus den weiteren Kategorien finden Sie hier.