13.7.2026

Robin Koch und Saskia Bartusiak inspirieren Talente beim Träumen lohnt sich-Camp 2026

Die Teilnehmenden erlebten ein spannendes Wochenende.

Mentale Stärke, persönliche Entwicklung und prominente Vorbilder standen im Mittelpunkt des sechsten Träumen lohnt sich-Camps vom 10. bis 12. Juli 2026 im Sporthotel Grünberg. 25 talentierte Fußballerinnen und Fußballer im Alter von 13 bis 16 Jahren erhielten wertvolle Impulse für ihren künftigen Lebensweg auf und neben dem Platz.

Organisiert wurde das Camp von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der träumenlohntsich-Stiftung von Robin Gosens in Kooperation mit der DFB-Akademie. Ziel war es, junge Talente nicht nur sportlich, sondern insbesondere in ihrer mentalen Entwicklung zu fördern. „Mit dem Träumen lohnt sich-Camp wollen wir Nachwuchsfußballerinnen und Nachwuchsfußballer auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume begleiten. Das Camp stärkt die Selbstwirksamkeit und vermittelt wertvolle Strategien für den Umgang mit Rückschlägen“, erklärte Robin Gosens.

Welt- und Europameisterin Saskia Bartusiak (l.) erinnerte sich an besondere Momente in ihrer Karriere.

Besondere Höhepunkte waren die Besuche von Saskia Bartusiak und Robin Koch, die den Teilnehmenden persönliche Einblicke in ihre Karrieren gewährten. 

Saskia Bartusiak hat 101 A-Länderspiele absolviert und ist derzeit als Co-Trainerin für die Frauen-Nationalmannschaft aktiv. „Der Spaß am Fußball war die Basis für meine sportliche Entwicklung. Es ist ganz wichtig, dass ihr mit Leidenschaft und Freude am Ball seid“, betonte die 43-Jährige, die als Spielerin unter anderem Weltmeisterin, Olympiasiegerin und zweifache Europameisterin wurde. „Die psychische Gesundheit ist unabdingbar, um die eigenen Ziele zu erreichen. Es ist wertvoll, dass die Teilnehmenden sich hier intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen“, betonte sie. 

Auch Eintracht-Kapitän Robin Koch (l.) gab wertvolle Tipps.

Robin Koch hat in seiner Jugend nie in einem Nachwuchsleistungszentrum gespielt. Beim SV Eintracht Trier begann sein Weg im Herrenfußball. Heute ist er Kapitän von Eintracht Frankfurt. Im Gespräch mit den Jugendlichen gab er persönliche Einblicke in den Profifußball. „Aus Niederlagen habe ich am meisten gelernt. Wichtig ist es, sich nach den Spielen selbst zu reflektieren und die richtigen Fragen zu stellen“, sagte der A-Nationalspieler. Die Zeit mit der Familie und Freunde sei für ihn ganz wichtig, um Ablenkung vom Fußball zu finden. „Ich lese auch viele Bücher von erfolgreichen Sportlern und nutze Strategien und Methoden, um Stress abzubauen oder die Konzentration zu schärfen.“ 

Mentale Stärke als Schlüssel zum Erfolg

Am Samstag stand ein abwechslungsreiches Programm auf der Agenda. „Wir wollten den Jugendlichen vielseitige Impulse geben, wie Leistung gesund entwickelt werden kann“, sagte Nico Kempf, stellvertretender Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger. Auf dem Programm standen unter anderem Yoga- und Atemübungen, das Erstellen von Vision-Collagen sowie praxisnahe Trainingseinheiten zu Fokus, Aktivierung und Fehlerkultur.

Weitere Fachvorträge zu Zielsetzung, Selbstreflexion und Motivation lieferten die Sportpsychologinnen Lea Diekmann, Helena Schmitz und Sophie Oprée, die ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit DFB-U-Nationalmannschaften einbrachten.

Besonders eindrucksvoll war die von Blindenfußball-Nationalspieler Taime Kuttig angeleitete Selbsterfahrung im Blindenfußball. Sie machte deutlich, wie entscheidend Vertrauen, Kommunikation und Teamgeist für gemeinschaftlichen Erfolg sind.

Die Action fand auch auf dem Platz statt.

Kreativer Abschluss und nachhaltige Impulse

Beim Abschlussabend begeisterte Musiker Gereon die Jugendlichen mit seinen selbst geschriebenen Songs. Zum Ende des Camps präsentierten die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse in Theaterstücken, Kurzvorträgen und Rollenspielen.

DFB-U-Nationalspielerin Emma Schade vom VfL Wolfsburg zog ein positives Fazit: „Ich habe neue Methoden kennengelernt, die mir helfen, mich noch besser auf mein Spiel zu fokussieren. Der Austausch und die Erfahrungen waren unglaublich bereichernd.“

Das Träumen lohnt sich-Camp 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig mentale Gesundheit und Selbstreflexion für junge Talente sind. Mit zahlreichen Impulsen und inspirierenden Ideen im Gepäck verließen die Teilnehmenden am Sonntagnachmittag das Camp. Träumen lohnt sich – darin sind sich alle Jugendlichen nach der Veranstaltung einig. ‍

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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