Kulturprogramme zu Welt- und Europameisterschaften

Welt- und Europameisterschaften bieten die Chance, Länder mit ihren Fußballkulturen und -geschichten kennenzulernen, die sonst kaum in der öffentlichen Wahrnehmung stehen. Deshalb setzt die DFB-Kulturstiftung im Rhythmus dieser Fußball-Highlights einen speziellen internationalen Fokus und führt seit der WM 2010 in Südafrika bei großen Turnieren kulturelle Programme mit wechselnden Partnern durch.

FIFA Frauen-WM 2011 in Deutschland

Erster Höhepunkt war die FIFA Frauen-WM 2011 in Deutschland mit dem umfangreichen Kulturprogramm „Spielraum 2011“. Etwa 200 Einzelveranstaltungen zwischen Frühjahr und Sommer 2011 rund um die neun WM-Städte von Augsburg bis Wolfsburg sprachen mit bewusst niedrigschwellig und partizipativ ansetzenden Inhalten ein breites Publikum jeden Alters an.

Fußball trifft Theater beim Kunst- und Kulturprogramm zur EM 2024. (Foto: Thomas Rabsch)

Kunst- und Kulturprogramm zur UEFA EURO 2024 in Deutschland 

Anlässlich der UEFA EURO 2024 in Deutschland schloss sich für die DFB-Kulturstiftung, die im Nachgang des WM-Kulturprogramms 2006 gegründet wurde, ein Kreis. Zur Durchführung des unter dem Motto „Vom Fußball berührt“ stehenden Kunst- und Kulturprogramms gründete sie mit Unterstützung des Bundes die Stiftung Fußball & Kultur EURO 2024 gGmbH. Rund um die EURO im eigenen Land ließen sich mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher vom Zusammenspiel von Fußball, Kultur, Kunst und sozialen Projekten bei über 420 Veranstaltungen berühren.

„Fußball und Erinnerung“ zur UEFA EURO 2024

Zur EURO 2024 schuf die DFB-Kulturstiftung gemeinsam mit Partnern zudem ein Projekt, um an die Zeit des Nationalsozialismus und die vielen Opfer deutscher Verbrechen zu gedenken. Im Rahmen von „Fußball und Erinnerung“ boten Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Museen im ganzen Land sportbezogene Angebot für nationale und internationale Besuchende.

Schottische Fans zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau. (Foto: Reuters)

Kultur im Quartier trifft Public Viewing

Aber auch und insbesondere die Turniere der Männer zwischen 2012 und 2021 wurden in vielfältiger Weise für Ausstellungen, Publikationen, Konzerte, Talks und andere Formate genutzt. Als erfolgreich erwies sich die enge Verbindung von Public Viewing und Kulturangeboten, wie sie 2012 oder 2016 in Kooperation mit dem Fußballmagazin 11FREUNDE oder dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin durchgeführt wurde.

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