Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“

Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ beleuchtet einen Teil der jüdischen Sportgeschichte Deutschlands, ohne den der rasche Aufstieg zu einer führenden Sportnation nicht möglich gewesen wäre. Skulpturale und lebensgroße Figuren würdigen 17 deutsch-jüdische Sportpersönlichkeiten und ihren Anteil an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Durch Rekorde und ihre Erfolge in Nationalmannschaften, bei Welt- oder Europameisterschaften oder Olympischen Spielen zählten sie zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurden sie im NS-Staat ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt oder ermordet.

Die Outdoor-Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ auf dem Goetheplatz in Weimar 2025.

Vorgestellt werden die Biografien von

  • Rudi Ball (Eishockeyspieler),
  • Julius und Hermann Baruch (Ringer bzw. Gewichtheber),
  • Walther Bensemann (Fußballpionier),
  • Gretel Bergmann (Leichtathletin),
  • Alfred und Gustav Felix Flatow (Turner),
  • Gottfried Fuchs (Fußballspieler),
  • Lilli Henoch (Leichtathletin, Hockey- und Handballspielerin),
  • Julius „Juller“ Hirsch (Fußballspieler),
  • Martha Jacob (Leichtathletin),
  • Ralph Klein (Basketballspieler),
  • Emanuel Lasker (Schachspieler),
  • Helene Mayer (Fechterin),
  • Nelly Neppach (Tennisspielerin),
  • Sarah Poewe (Schwimmerin) und
  • Erich Seelig (Boxer).

Mit der Biografie von Sarah Poewe stellt die Ausstellung einen Ausblick und eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Sie gewann als erste jüdische Athletin nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine olympische (Bronze-)Medaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

Premiere für die lebensgroßen Figuren 2015 auf dem Washington Platz in Berlin. (Foto: Laura Soria)

Ausstellung tourt seit 2015 durch über 50 deutsche Städte 

Doppeltes Jubiläum im Jahr 2025: Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach ihrer Eröffnung feierte die Ausstellung am 21. Juli 2025 im Essener Grugapark zugleich ihre 50. Station. Die 2015 entwickelte Ausstellung des Zentrums deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg geht auf eine Idee und Initiative der DFB-Kulturstiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zurück. Anlass waren die European Maccabi Games 2015 in Berlin. In diesem Rahmen feierte sie ihre Premiere auf dem Washington Platz vor dem Berliner Hauptbahnhof. Seitdem besuchten über eine halbe Million Menschen – konservativ geschätzt – die Outdoor-Ausstellung auf zentralen Plätzen in ganz Deutschland von A wie Aachen bis Z wie Zwickau.

Speziell konzipiert für den Outdoor-Einsatz holt die Ausstellung Menschen mitten in ihrem Alltag ab: auf öffentlichen Plätzen, vor Bahnhöfen, in Einkaufsstraßen, vor kulturellen Institutionen oder in Stadtparks – und das kostenlos, unbeschränkt zugänglich und zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Durch die Anknüpfung an das populäre Thema Sport bietet die Ausstellung zahlreiche Möglichkeiten für Veranstaltungen zu Antisemitismus, Rassismus und Migration. QR-Codes verknüpfen die Inhalte mit einer Online-Ausstellung, auf der ergänzende Texte, Fotos und Filme ausführlich die jüdische Geschichte des deutschen Sports dokumentieren.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

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Foto: Carsten Kobow
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