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Wo sonst die Nationalmannschaften trainieren, stand am Wochenende das Miteinander im Mittelpunkt: Auf dem DFB-Campus fand der FußballFreunde-Cup 2026 statt. 19 Inklusionsmannschaften von Fußballvereinen aus ganz Deutschland zeigten eindrucksvoll, dass Fußball keine Barrieren kennt.
Die Begeisterung auf den Rasenplätzen des DFB-Campus war den ganzen Tag greifbar. In drei Formaten – einem U 15- und einem Ü 15-Turnier sowie einem Wettbewerb für Fußballerinnen – spielten Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Beeinträchtigung Seite an Seite. Das Besondere: Der Leistungsgedanke trat bewusst hinter die gemeinsame Freude am Spiel zurück.

Inklusion als Herzensangelegenheit
Dr. Holger Blask, DFB-Generalsekretär und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der DFB-Stiftung Sepp Herberger, begrüßte die rund 230 teilnehmenden Fußballerinnen und Fußballer und nahm den symbolischen Anstoß vor. „Der FußballFreunde-Cup ist ein besonderes Fußballturnier, das Sport, Gemeinschaft und Teilhabe miteinander verbindet. Es ist großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung und Leidenschaft die Mannschaften auf den Fußballplätzen des DFB-Campus aktiv sind“, so Dr. Blask.
Unterstützt wurde die DFB-Stiftung Sepp Herberger bei der Ausrichtung von den Ibbenbürener Kickers, die nicht nur mitspielten, sondern auch die Turnierleitung tatkräftig unterstützten. Marcel Grabow von den Ibbenbürener Kickers betonte: „Für uns ist es eine Ehre, hier am DFB-Campus dabei zu sein. Es geht uns darum, zu zeigen, dass jeder dazugehört. Wenn wir gemeinsam den Ball rollen lassen, spielt die Beeinträchtigung keine Rolle mehr – da zählt nur das Team.“

Erlebnisse abseits des Rasens
Neben den Partien, die überwiegend von Schiedsrichtern mit Behinderung geleitet wurden, bot der Tag ein buntes Rahmenprogramm. Von kurzen Campus-Touren durch das „Heiligtum“ des deutschen Fußballs über gemeinsame Fotos mit DFB-Maskottchen Paule bis hin zu Auftritten eines Fußball-Freestylers war für Abwechslung gesorgt. Für Trainer Florian Engerer vom 1. FC Nürnberg war genau diese Mischung das Highlight: „Für die Kids ist das Turnier ein tolles Erlebnis, viele Spiele, faire und kooperative Atmosphäre und überragende Bedingungen, dort wo auch die Profis schon gespielt haben. So viele andere Teams mit dem gleichen Spirit zu sehen, macht Freude mit Blick auf die Zukunft und weitere Aktivitäten.“

Ex-Profifußballer Hanno Balitsch überreichte die Preise
Bei der abschließenden Siegerehrung gab es nur Gewinner. DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert und DFB-U-Nationaltrainer Hanno Balitsch überreichten Pokale, Medaillen, Urkunden und Trikots an die teilnehmenden Fußballerinnen und Fußballer.
Ralph-Uwe Schaffert, Vorstandsvorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger, zog ein positives Fazit: „Unser Ziel ist es, dass jeder Mensch in der Struktur des organisierten Fußballs sein Zuhause findet. Der FußballFreunde-Cup setzt genau hier die richtigen Impulse und fördert das Engagement in den Fußballvereinen, in denen Inklusion tagtäglich gelebt wird.“
Hanno Balitsch zeigte sich ebenfalls beeindruckt vom Niveau und dem Fairplay: „Das Miteinander, das ich heute auf den Plätzen gesehen habe, ist absolut vorbildlich. Diese Unbeschwertheit und die ehrliche Freude am Fußball sind genau das, was unseren Sport ausmacht.“
Mit strahlenden Gesichtern und dem Versprechen, auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam am Ball zu sein, endete ein ereignisreicher Tag am DFB-Campus – ein Tag, der bewiesen hat, dass Inklusion im organisierten Fußball längst angekommen ist.