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Der Fußball verbindet Menschen – auf und neben dem Platz. Barrieren abzubauen und diesen integrativen Effekt im bayerischen Fußball nachhaltig zu stärken, gehört zu den zentralen gesellschaftlichen Aufgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Mit frischen Ideen und einer gezielten personellen Weichenstellung baut der Verband seine Angebote weiter aus.
Seit dem 1. April 2026 koordiniert Florian Käser den Bereich Inklusion als hauptamtlicher Mitarbeiter beim BFV. Der 24-Jährige ist im Verband kein unbekanntes Gesicht: Bereits seit März 2025 bringt er seine Expertise ein – zunächst im Spielbetrieb der Regionalliga Bayern, anschließend im Schulfußball. Nun übernimmt er zusätzlich die Aufgaben im Bereich des Handicap-Fußballs.
Für BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, der das Thema im Präsidium verantwortet, ist der Inklusionsfußball ein echtes Anliegen des Verbandes: „Wir wollen im BFV die Strukturen schaffen, damit Menschen mit und ohne Behinderung in ganz Bayern die Möglichkeit haben, gemeinsam Fußball zu spielen. Inklusion ist für uns kein Randthema, sondern gehört mitten in den bayerischen Fußball.“
Neue Projekte und Netzwerke im Fokus
Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit liegt im engen Austausch mit Vereinen, die im Inklusionsfußball bereits als Vorreiter agieren. So wird aktuell in Zusammenarbeit mit dem 1. FC Nürnberg, dem Post SV Nürnberg und dem Bayerischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (BVS) das Konzept einer eigenständigen BFV-Jugend-Inklusionsliga erarbeitet.
„Wir möchten Ansätze, wie man sie bereits erfolgreich aus anderen Landesverbänden kennt, aufgreifen und ein passendes Modell für Bayern entwickeln“, erklärt Käser.
Eine der größten Herausforderungen liegt dabei in der geografischen Struktur des Freistaats. Während in den Ballungsräumen häufig schon regelmäßige Angebote etabliert sind, soll in Zukunft vor allem der ländliche Raum intensiver unterstützt werden. „Gerade auf dem Land stehen Vereine oft vor der Aufgabe, genügend Spielerinnen und Spieler für feste Teams zu gewinnen“, beschreibt Käser die Lage. „Hier gilt es, gemeinsam mit den Vereinen flexible Spielformen und Netzwerke zu schaffen – beispielsweise über regionale Turniere oder Aktionstage.“
Ein echter Mehrwert für die Vereine vor Ort
Für den BFV ist das Engagement im Inklusionsbereich weit mehr als eine rein gesellschaftliche Pflicht: Es ist ein echter Gewinn für das Vereinsleben. Inklusive Angebote öffnen Türen für neue Mitglieder, stärken den Zusammenhalt in der Region und bereichern die Gemeinschaft vor Ort nachhaltig.
Ziel des BFV unter der Führung von Jürgen Pfau bleibt es daher, die bayerischen Vereine auf diesem Weg aktiv zu begleiten und Inklusion schrittweise zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Fußballalltags zu machen.