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Vom 23. bis 30. Oktober 2026 kamen im Rahmen der Inter Exchange Academy der DFB-Stiftung Egidius Braun in Zusammenarbeit mit der Klitschko Foundation erneut 32 junge Menschen aus Deutschland und der Ukraine in Berlin zusammen. Eine Woche lang diskutierten sie über Demokratie, Medien, Kultur, Sport und gesellschaftliche Zukunftsfragen – und nutzten vor allem die Gelegenheit, einander kennenzulernen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Die Inter Exchange Academy zeigte einmal mehr, dass echte Verständigung nicht allein durch Vorträge entsteht, sondern vor allem durch die vielen kleinen Momente dazwischen: beim Frühstück, auf dem Weg zwischen den Programmpunkten, bei Spaziergängen durch die Bundeshauptstadt oder an gemeinsamen Abenden. Immer wieder entstanden intensive Gespräche über Identität, Verantwortung und die Frage, wie junge Menschen eine gemeinsame europäische Zukunft mitgestalten können.
Für Moritz war genau dieser Austausch einer der prägendsten Aspekte der Woche: „Auch wenn man aus unterschiedlichen Kulturen und persönlichen Umständen kommt, kann man zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinsamkeiten finden. Wir müssen miteinander sprechen und nicht nur übereinander. Nur so können wir eine starke und friedliche Zukunft aufbauen.“

Demokratie, Medien und gesellschaftliche Verantwortung
Zahlreiche Programmpunkte boten den passenden Rahmen für diese Impulse. Im interaktiven Format „Erlebnis Europa“, im Deutschen Bundestag sowie bei einem wegweisenden Besuch der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung setzten sich die Jugendlichen intensiv mit politischer Partizipation auseinander. Die Gespräche zur deutschen Wiedervereinigung regten dabei dazu an, direkte Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in Europa und der Zukunft der Ukraine zu ziehen – insbesondere bei der Frage, wie Gesellschaften nach Krisen und Umbrüchen wieder zusammenfinden können.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Medienwelt. Neben Einblicken in das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) stand ein Besuch beim Axel Springer Verlag im Fokus. Besonders der Austausch mit dem bekannten Kriegsreporter Paul Ronzheimer stieß auf riesiges Interesse. Diskutiert wurden Fragen der kritischen Berichterstattung, der journalistischen Verantwortung in Krisenzeiten und mögliche eigene Wege in den Journalismus.
Ergänzt wurde das Programm durch kulturelle und bildungsnahe Erlebnisse: vom Besuch der Berliner Philharmonie im Austausch mit dem Musiker Yuriy Gurzhy über Einblicke im Filmpark Babelsberg bis hin zu Debatten über Künstliche Intelligenz an der XU Exponential University. Auch das gemeinsame Erkunden von Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, der Museumsinsel oder der East Side Gallery bot Raum für neue Freundschaften.
„Ich habe nicht nur mein Deutsch verbessert und neue Kontakte geknüpft, sondern auch einen echten Einblick in den Alltag junger Menschen in Deutschland bekommen. Besonders wertvoll waren die gemeinsamen Reflexionsrunden, in denen wir unsere Gedanken teilen und neue Ideen entwickeln konnten“, resümierte Ihor aus der Ukraine seine Erfahrungen.

Die verbindende Kraft des Sports
Der letzte inhaltliche Tag stand ganz unter dem Motto „Voice of Sports“. Nach Einblicken in das Trainingszentrum von Hertha BSC, wo das Team rund um Sportpsychologin Paula Isringhausen über Teamarbeit, Kommunikation und die Arbeit hinter den Kulissen eines Profivereins sprach, besichtigten die Teilnehmenden das Berliner Olympiastadion.
Als prominenter Gast bildete FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers den krönenden Abschluss. In einem offenen Gespräch berichtete er von seinem Weg in den internationalen Spitzenfußball, dem Umgang mit dem Druck auf dem Platz und seinem Verhältnis zu den Spielern. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen, bevor die Academy mit einer sehr persönlichen Zertifikatsvergabe durch Harm Osmers abgerundet wurde – ein Moment, der zeigte, wie eng die deutsch-ukrainische Gruppe in nur einer Woche zusammengewachsen war.

Mehr als ein Austauschprogramm
Die Inter Exchange Academy 2026 hat bewiesen, dass internationale Begegnungen Räume schaffen, in denen Vorurteile abgebaut werden und Freundschaften fürs Leben entstehen.
Oder, wie es Moritz treffend zusammenfasste: „Wir müssen in den Austausch gehen. Nur so können wir als Menschen, als internationale Gemeinschaft und als Europa eine gemeinsame Zukunft gestalten.“