
.png)
Wie sieht das moderne Torhüterspiel aus und wie lässt sich zeitgemäßes Torwarttraining im Amateurfußball umsetzen? Mit diesen Kernfragen beschäftigten sich 16 talentierte Nachwuchstorhüter und ihre Heimtrainer beim zweiten Torhüter-Spezialtraining auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Ermöglicht wurde der Tag durch die Stiftung der Nationalmannschaft.
Die Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an. Das sportliche Spektrum reichte dabei von der Kreisliga bis zur Jugend-Regionalliga. Gemeinsam mit ihren Vereinstrainern erhielten die Nachwuchstalente die seltene Gelegenheit, einen Tag lang hinter die Kulissen des DFB zu blicken und direkt von den Expertinnen und Experten des Verbandes zu lernen.
Begleitet wurde die der intensive Trainingstag von einem hochkarätigen DFB-Team: Unter der Leitung der ehemaligen Nationaltorhüterin, Welt- und Europameisterin Silke Rottenberg (DFB-Torwartkoordinatorin), und Michael Fuchs, Torwarttrainer der Frauen-Nationalmannschaft, standen den Teilnehmenden außerdem Jan Blei (U 23 Frauen), Constantin Frommann (U 17 Juniorinnen), Tanja Bacher (U 16 Juniorinnen) und Mark van Raay (U 15 Juniorinnen) erfahrene Spitzen-Coaches mit geballter Expertise zur Seite.
Ein Blick hinter die Kulissen und ein Foto mit Rudi Völler
Nach dem gemeinsamen Ankommen startete der Tag mit einer Führung durch den Campus des DFB. Ein besonderes Highlight wartete im Foyer des Campus: Die Gruppe traf auf Nationalmannschafts-Sportdirektor Rudi Völler, der sich spontan Zeit für Gespräche und Erinnerungsfotos mit den Nachwuchstalenten nahm.

Im anschließenden Theorieblock drehte sich alles um die Anforderungen an das moderne Torhüterspiel. Neben technischen Grundlagen wie dem richtigen Abdruckverhalten erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Trainingsansätze des DFB. Vorgestellt wurde unter anderem das Trainingsmodell WASIC (Warm-up, Analytisch, Situativ, Integrativ und Cool-down), das eine strukturierte Planung und Durchführung von Trainingseinheiten ermöglicht.
Praxis-Parcours bei sommerlichen Temperaturen
Danach ging es bei sommerlichen Temperaturen auf den Platz. Während die Trainer in Kleingruppen eigene Übungsformen entwickelten und mit dem DFB-Team diskutierten, durchliefen die Torhüterinnen und Torhüter verschiedene Trainingsstationen. Dort konnten sie unterschiedliche Inhalte kennenlernen, neue Reize setzen und unmittelbar erleben, wie modernes Torhütertraining auf DFB-Niveau gestaltet wird. Durch den regelmäßigen Wechsel der Stationen hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den verschiedenen DFB-Trainern zusammenzuarbeiten und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.
Im Mittelpunkt stand dabei stets der Austausch: Fragen waren ausdrücklich erwünscht, Erfahrungen wurden geteilt und neue Ideen für die tägliche Arbeit im Verein gesammelt. Genau diese Verbindung aus Theorie, Praxis und persönlichem Austausch machte den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.
Zum Abschluss des Tages kamen alle Beteiligten noch einmal in entspannter Atmosphäre zusammen. Bei Pizza und dem gemeinsamen Verfolgen des WM-Halbfinals zwischen Frankreich und Spanien wurde weiter diskutiert, gelacht und über Torwarttraining gefachsimpelt.
Das Torhütertraining auf dem DFB-Campus zeigte erneut, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Amateurfußball und DFB sein kann. Die Teilnehmenden nahmen nicht nur neue Übungen und Trainingsideen mit nach Hause, sondern auch viele Eindrücke, Kontakte und Motivation für ihre weitere Arbeit auf und neben dem Platz.