15.7.2026

Lernen von den Besten: Die Stiftung der Nationalmannschaft lädt Nachwuchstorhüter zum DFB-Campus

Wie sieht das moderne Torhüterspiel aus und wie lässt sich zeitgemäßes Torwarttraining im Amateurfußball umsetzen? Mit diesen Kernfragen beschäftigten sich 16 talentierte Nachwuchstorhüter und ihre Heimtrainer beim zweiten Torhüter-Spezialtraining auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Ermöglicht wurde der Tag durch die Stiftung der Nationalmannschaft.

Die Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an. Das sportliche Spektrum reichte dabei von der Kreisliga bis zur Jugend-Regionalliga. Gemeinsam mit ihren Vereinstrainern erhielten die Nachwuchstalente die seltene Gelegenheit, einen Tag lang hinter die Kulissen des DFB zu blicken und direkt von den Expertinnen und Experten des Verbandes zu lernen.

Silke Rottenberg gab individuelle Tipps (Foto: Florian Wiegand/picture-alliance/DFB)

Begleitet wurde die der intensive Trainingstag von einem hochkarätigen DFB-Team: Unter der Leitung der ehemaligen Nationaltorhüterin, Welt- und Europameisterin Silke Rottenberg (DFB-Torwartkoordinatorin), und Michael Fuchs, Torwarttrainer der Frauen-Nationalmannschaft, standen den Teilnehmenden außerdem Jan Blei (U 23 Frauen), Constantin Frommann (U 17 Juniorinnen), Tanja Bacher (U 16 Juniorinnen) und Mark van Raay (U 15 Juniorinnen) erfahrene Spitzen-Coaches mit geballter Expertise zur Seite.

Ein Blick hinter die Kulissen und ein Foto mit Rudi Völler

Nach dem gemeinsamen Ankommen startete der Tag mit einer Führung durch den Campus des DFB. Ein besonderes Highlight wartete im Foyer des Campus: Die Gruppe traf auf Nationalmannschafts-Sportdirektor Rudi Völler, der sich spontan Zeit für Gespräche und Erinnerungsfotos mit den Nachwuchstalenten nahm.

Das gemeinsame Foto mit Rudi Völler (m.) rundete den spannenden Tag ab. (Foto: privat)

Im anschließenden Theorieblock drehte sich alles um die Anforderungen an das moderne Torhüterspiel. Neben technischen Grundlagen wie dem richtigen Abdruckverhalten erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Trainingsansätze des DFB. Vorgestellt wurde unter anderem das Trainingsmodell WASIC (Warm-up, Analytisch, Situativ, Integrativ und Cool-down), das eine strukturierte Planung und Durchführung von Trainingseinheiten ermöglicht.

Praxis-Parcours bei sommerlichen Temperaturen

Danach ging es bei sommerlichen Temperaturen auf den Platz. Während die Trainer in Kleingruppen eigene Übungsformen entwickelten und mit dem DFB-Team diskutierten, durchliefen die Torhüterinnen und Torhüter verschiedene Trainingsstationen. Dort konnten sie unterschiedliche Inhalte kennenlernen, neue Reize setzen und unmittelbar erleben, wie modernes Torhütertraining auf DFB-Niveau gestaltet wird. Durch den regelmäßigen Wechsel der Stationen hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den verschiedenen DFB-Trainern zusammenzuarbeiten und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.

Für die große Gruppe gab es viel mitzunehmen (Foto: Florian Wiegand/picture-alliance/DFB)

Im Mittelpunkt stand dabei stets der Austausch: Fragen waren ausdrücklich erwünscht, Erfahrungen wurden geteilt und neue Ideen für die tägliche Arbeit im Verein gesammelt. Genau diese Verbindung aus Theorie, Praxis und persönlichem Austausch machte den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.

Zum Abschluss des Tages kamen alle Beteiligten noch einmal in entspannter Atmosphäre zusammen. Bei Pizza und dem gemeinsamen Verfolgen des WM-Halbfinals zwischen Frankreich und Spanien wurde weiter diskutiert, gelacht und über Torwarttraining gefachsimpelt.

Das Torhütertraining auf dem DFB-Campus zeigte erneut, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Amateurfußball und DFB sein kann. Die Teilnehmenden nahmen nicht nur neue Übungen und Trainingsideen mit nach Hause, sondern auch viele Eindrücke, Kontakte und Motivation für ihre weitere Arbeit auf und neben dem Platz.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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