9.6.2026

Die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung: Brücken bauen für eine bessere Gesellschaft

Nicht zu fragen, was andere für einen tun können, sondern was man selbst für andere tun kann – dieses Prinzip ist der rote Faden im Leben von Dr. Markus Merk und seiner Frau Sabine. 2021 haben sie dieses Credo in eine institutionelle Form gegossen und die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung gegründet – eine Stiftung, die ehrenamtliches Engagement junger Menschen würdigt, auszeichnet, fördert und mit spannenden Ideen bewegende Projekte entwickelt und durchführt. Treuhänderisch vertreten wird die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung durch die DFB-Stiftung Sepp Herberger. 

Markus Merk hat wenig Zeit. Ein Projekt folgt dem nächsten. Erst kürzlich war er ein paar Tage auf Gran Canaria, um seinem großen Hobby nachzugehen. Auf der Kanareninsel hat er mit seiner Frau Sabine einen Mitteldistanz-Triathlon absolviert – 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen. Demnächst wird er gemeinsam mit seiner Frau beim Ironman in Frankfurt an den Start gehen. Merk liebt den Sport. Grenzen testen, Grenzen verschieben. Vor allem liebt er die Herausforderung. Das war auch schon früher so, als er regelmäßig in den größten Stadien des Weltfußballs als Schiedsrichter unterwegs war: Der heute 64-Jährige wurde siebenmal zum Schiedsrichter des Jahres in Deutschland gewählt und dreimal zum Weltschiedsrichter gekürt. 

Zwei Welten, ein Mensch

Doch hinter dem Erfolg auf dem Rasen steht ein Mensch, der seinen Blick stets über den Tellerrand gerichtet hat – und das bis heute macht. Merk gründete bereits 1996 die Indienhilfe Kaiserslautern und baute gemeinsam mit seiner Familie und zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern im Süden Indiens drei Kinderdörfer mit fünf Schulen, elf Waisenhäusern und einem Altenheim auf. Nach 25 Jahren engagierter Entwicklungsarbeit gelingt es heute, diese Projekte sukzessive in die Selbstständigkeit und Eigenfinanzierung zu überführen – ein Zeichen nachhaltiger Hilfe zur Selbsthilfe. Das nächste Projekt dieser Art steht bereits in den Startlöchern. In Nepal soll auf seine Initiative hin eine Schule für mindestens 200 Kinder entstehen.

„Mutig und ausdauernd Werte zu vertreten, Verantwortung in Gesellschaft und Sport zu übernehmen – das ist für mich keine Option, sondern eine Verpflichtung", sagt Merk. Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde er vielfach geehrt: Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz sowie des UNESCO Fairplay-Ordens. 2005 wählte ihn die Deutsche Sportpresse zum „Sportler mit Herz". Kardinal Karl Lehmann würdigte ihn bei der Verleihung des Deutschen Ethikpreises des Sports 2013 treffend als „Brückenbauer unserer Gesellschaft". Darüber hinaus ist er Botschafter der Kampagne „Schützt Kinder im Krieg".

Sport als Lebensschule

An seiner Seite steht Sabine Merk – eine Frau mit ebenso tiefen Wurzeln im organisierten Sport. Viele Jahre lang war sie Vorständin und kaufmännische Geschäftsführerin des Brühler Turnvereins, eines der größten deutschen Sportvereine in Nordrhein-Westfalen mit 21 Abteilungen. Dort trieb sie unter anderem das Modell der offenen Ganztagsschule voran und lebte früh den Gedanken, Kindern bereits im Schulalltag den Zugang zu Vereinssport zu ermöglichen.

Ihr Herzensanliegen: Ein Sportkindergarten, in dem die Kleinsten spielerisch sportlich und musikalisch gefördert werden und 

noch vor der Einschulung ihr Schwimmabzeichen erwerben. Sport und Musik – für Sabine Merk sind das keine Freizeitbeschäftigungen, sondern fundamentale Bausteine einer ganzheitlichen Bildung.

Junge Menschen stärken – eine gesellschaftliche Aufgabe

Beide wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Schule, Ausbildung, Beruf und Vereinsleben miteinander zu vereinbaren. Dennoch – oder gerade deshalb – setzt sich die Stiftung, die sie 2021 gemeinsam gegründet haben, dafür ein, Jugendliche und junge Erwachsene zu einem aktiven Engagement im Sport zu ermutigen. „Wer sich mit Einsatz, Respekt und Zivilcourage für andere einsetzt und vorbildlich handelt, schafft Win-win-Situationen, die unsere Gesellschaft dringend braucht“, sagt Markus Merk. „Junge Menschen, die im Sport Verantwortung übernehmen und für andere da sind, sind keine Ausnahme. Sie sind die Antwort auf viele der Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen.“

Die Grundsätze der Stiftung

Im Moment bilden drei Säulen das Fundament der Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung: 

Regional – Die Stiftung engagiert sich besonders für Kinder und Jugendliche aus Rheinland-Pfalz. Dort ist Markus Merk groß geworden, dort lebt und wirkt er auch heute noch. Das Erdmännchen MERKi ist das Maskottchen der Stiftung. Es steht für Bewegung und Mitmachen. Es begleitet Projekte wie Kletterkurse, Kids-Mitmach-Workshops und eine Kinder-Olympiade mit Zehnkampf – und macht Werte für Kindergarten- und Schulkinder erlebbar.

National – Jährlich zeichnet die Stiftung die drei besten Nachwuchs-Schiedsrichter*innen in Deutschland aus. Mit dem Vorbildspreis „Der beMERKenswerte Weg" werden Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gekürt, die eine besondere Vita haben. 

International – Die seit über 30 Jahren bestehende Indienhilfe ist das Herzstück des internationalen Wirkens. Nachdem die über Jahrzehnte aufgebauten sozialen Einrichtungen in Südindien nun erfolgreich in die Eigenständigkeit überführt werden konnten, widmet sich die Stiftung der Fortführung dieses Lebenswerks und neuen Zielen: Aktuell entsteht auf Merks Initiative hin ein neues Schulprojekt für Kinder in Nepal.

Markus und Sabine Merk machen nicht viele Worte. Sie handeln. Regional, national, international – die drei Säulen ihrer Stiftung spiegeln wider, was beide seit Jahrzehnten antreibt: die Überzeugung, dass Engagement keine Frage des Alters, des Ortes oder der Größe ist. Ob ein Kind in Rheinland-Pfalz beim Kletterprojekt über sich hinauswächst, ein junger Schiedsrichter für seinen Einsatz gewürdigt wird oder Kinder in Indien und Nepal eine Schule besuchen können – hinter all dem steckt dieselbe Haltung.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Weißer Pfeil nach oben
Weißer Pfeil nach oben