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Fünf Tage voller neuer Ideen, inspirierender Begegnungen und praxisnaher Impulse: Vom 27. bis 31. Mai 2026 kamen 19 junge Ehrenamtliche aus dem Fußball und Vereinswesen zur diesjährigen Egidius-Braun-Akademie in der Sportschule Grünberg zusammen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der DFB-Stiftung Egidius Braun in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) sowie der Initiative „treffpunkt verein“ von Fußball-Weltmeister Philipp Lahm.
Die Teilnehmenden im Alter von 20 bis 30 Jahren erwartete ein abwechslungsreiches Programm aus Workshops, Diskussionen und Netzwerkformaten, das wertvolle Anregungen für die tägliche ehrenamtliche Arbeit im Verein vermittelte.
Zum Auftakt stellte DSEE-Referent Hannes Jähnert den bundesweiten „Ehrentag“ vor, in dessen Rahmen die diesjährige Akademie stattfand. Gemeinsam mit der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Stiftung der Nationalmannschaft unterstützte die DFB-Stiftung Egidius Braun das durch den Bundespräsidenten initiierte Mitmachprogramm.
Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt lag auf dem Thema „Mental stark im Ehrenamt“. Wolfgang Sommerfeld und Lukas Grill von „treffpunkt verein“ zeigten in einem interaktiven Workshop, wie ein konstruktiver Umgang mit Rückschlägen dazu beitragen kann, langfristig motiviert und engagiert zu bleiben.

Exklusive Einblicke am DFB-Campus in Frankfurt
Ein besonderer Höhepunkt des Programms war der Besuch am DFB-Campus in Frankfurt. Neben einer ausführlichen Führung über das Gelände begrüßte DFB-Direktorin Christina Gassner die Teilnehmenden. „Die Egidius-Braun-Akademie hat eindrucksvoll verdeutlicht, dass ehrenamtliches Engagement von Gemeinschaft, Austausch und gegenseitiger Inspiration lebt. Die gewonnenen Impulse werden weit über diese Tage hinaus wirken.“
Im anschließenden Social-Media-Workshop erhielten die Teilnehmenden praktische Tipps zur zielgruppengerechten Kommunikation. Themen waren unter anderem die Auswahl geeigneter Plattformen, die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sowie die Nutzung digitaler Tools zur Content-Erstellung. Ergänzend stellten die Mitarbeitenden der DFB-Vereinsentwicklung die neue Plattform „Digitales Vereinsheim“ vor.
Um Leadership in speziellen Situationen ging es im Vortrag einer Elitepolizistin.

Rechtliche Grundlagen und Fundraising im Fokus
Großes Interesse weckte der Workshop von Franz Schäfer, Leiter der juristischen Beratung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Themen wie Vereinsrecht, Vergütungen, Sponsoring und Spenden wurden praxisnah aufbereitet und anhand konkreter Beispiele diskutiert.
„Das hätte man noch länger machen können“, resümierte Teilnehmer Julian Schaak. Darauf aufbauend vermittelte Michael Urselmann die Grundlagen des Fundraisings mit besonderem Fokus auf digitale und Online-Fundraising-Strategien. „Wir haben wertvolle Impulse bekommen, wie wir einzelne Projekte und unsere Vereine insgesamt nachhaltig finanzieren können“, so Felix Maiwald.
Kommunikation und Perspektivwechsel
Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema Kommunikation. In einem interaktiven Workshop der DOSB-Führungs-Akademie vermittelte das Referenten-Team um Linda Kübel theoretische Grundlagen und verknüpfte diese mit zahlreichen Übungen aus dem Vereinsalltag. In Gruppen- und Partnerarbeiten konnten die Teilnehmenden verschiedene Kommunikationssituationen unmittelbar erproben. „Ein sehr guter Workshop, bei dem man viel mitnimmt und hilfreiche Übungen zur Theorie hatte“, sagte Teilnehmer Moritz Wolf.
Für einen besonderen Perspektivwechsel sorgte eine Schnuppereinheit im Blindenfußball. Die Teilnehmenden erlebten eindrucksvoll, welche Bedeutung Vertrauen, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung im Sport haben. Die Erfahrung hinterließ nachhaltige Eindrücke und regte zum Nachdenken über Inklusion und Teilhabe an der Vereinsbasis an.

Gemeinsamer Abschluss und wertvoller Austausch
Zum Abschluss der Akademie kamen die Teilnehmenden in einem World Café zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsaussichten des Ehrenamts auszutauschen. Im Mittelpunkt standen Fragen nach Motivation, Beteiligung, Anerkennung und der Zukunft des freiwilligen Engagements.
Stiftungsgeschäftsführer Tobias Wrzesinski zog ein durchweg positives Fazit der gemeinsamen Tage: „Die Egidius-Braun-Akademie hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in den jungen Engagierten an der oft zitierten Vereinsbasis steckt. Diese engagierten Menschen mit zusätzlichem Wissen zu stärken, sie zusammenzubringen und ihnen Dank für ihren Einsatz zu sagen, sind wichtige Ziele des Programms.“
Mit zahlreichen neuen Impulsen, wertvollen Begegnungen, neuen Freundschaften und frischen Ideen für die Vereinsarbeit traten die Teilnehmenden zusätzlich motiviert die Heimreise an. Eine Wiederholung ist für nächstes Jahr geplant.