18.5.2026

Engagement sichtbar machen: Jetzt für den Julius Hirsch Preis 2026 bewerben

Der Julius Hirsch Preis des DFB macht Engagement für Vielfalt und Menschenrechte sowie gegen Diskriminierung und Antisemitismus im und um den Fußball auf großer Bühne sichtbar. Ab heute können sich Vereine, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen für den Julius Hirsch Preis 2026 bewerben.

Wertschätzung, Preisgeld und Aufmerksamkeit

Die drei Preistragenden des mit 21.000 Euro dotierten Preises werden auf der feierlichen Verleihung am 23. November 2026 in Essen vor einem prominenten Publikum ausgezeichnet. Damit verbunden sind ein dreitägiges Rahmenprogramm und bundesweite Aufmerksamkeit, um zu ermutigen und zum Nachahmen zu bewegen.

Ab heute nimmt der DFB über dieses Online-Formular Vorschläge und Eigenbewerbungen für Aktivitäten entgegen, die die positive Kraft des Fußballs für Vielfalt und Anerkennung oder gegen Diskriminierung und Antisemitismus nutzen. Die Maßnahmen müssen zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 30. Juni 2026 begonnen haben. Auch ein kontinuierliches Engagement über viele Jahre ohne herausragenden Anlass kann prämiert werden. Die Bewerbungsphase endet am 30. Juni 2026.

Die Nordstadtliga Dortmund mit Otto Addo und Bernd Neuendorf bei der Preisverleihung 2025 (Foto: Getty Images/DFB)

Klares Zeichen gegen Antisemitismus und Diskriminierung

Seit der Stiftung des Julius Hirsch Preises 2005 setzt der DFB ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung. Aus mehr als 1.800 Bewerbungen gingen rund 60 Preistragende hervor. Darunter Amateur- und Lizenzvereine, Fanprojekte und -initiativen sowie freie und kommunale Träger, die eines gemeinsam haben: „Sie blicken über das Geschehen auf dem Spielfeld hinaus und setzen sich aktiv mit den Herausforderungen im und rund um den Fußball auseinander, anstatt sie einfach hinzunehmen“, so DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Für ihn ist der von der DFB-Kulturstiftung durchgeführte Julius Hirsch Preis „der wichtigste Preis, den der DFB zu vergeben hat.“

Erinnerung an Julius Hirsch und alle Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates

Der Julius Hirsch Preis hat für den DFB vor dem Hintergrund seiner Verbandsgeschichte in der NS-Zeit und der inhaltlichen Aktualität eine besondere Bedeutung. Der Karlsruher Kaufmann Julius „Juller“ Hirsch, zweifacher deutscher Meister und Olympiateilnehmer, war vor dem ersten Weltkrieg einer der populärsten deutschen Fußballspieler. Ihm gelangen als erstem Nationalspieler vier Tore in einem Länderspiel. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde Julius Hirsch 1943 von den Nazis deportiert und in Auschwitz ermordet. Der Preis erinnert stellvertretend an alle, insbesondere die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates.

Weitere Informationen zum Preis und Online-Bewerbungsformular sind hier zu finden.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
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Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
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Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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