13.5.2026

„Vorbilder an der Pfeife“: Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung verleiht Schiedsrichterpreise

Herausragende Leistungen und bemerkenswertes Engagement: Am Dienstag wurden auf dem DFB-Campus in Frankfurt erneut Deutschlands beste Nachwuchs-Unparteiische ausgezeichnet. Die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung würdigte damit mit Unterstützung des DFB und der DFB-Stiftung Sepp Herberger bereits zum vierten Mal Persönlichkeiten, die auf und neben dem Platz Verantwortung übernehmen. Geehrt wurden fünf Schiedsrichter und zwei Schiedsrichterinnen. Der Ehrenpreis „Der beMERKenswerte Weg“ ging an Referee Robert Hoffmann aus Rheinland-Pfalz.

„Wir zeichnen junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter für ihre sportlichen Leistungen und darüber hinaus für ihr vorbildliches Engagement im Schiedsrichterwesen, im Sport und der Gesellschaft aus“, unterstrich der dreifache Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk das Ziel der Ehrung. „Unser Wunsch ist es, dass diese Auszeichnung Ansporn und Multiplikator für viele junge Menschen ist, die dem Beispiel der Preisträgerinnen und Preisträger folgen und ebenfalls das tolle und verantwortungsvolle Amt des Schiedsrichters übernehmen.“

(Foto: Thomas Boecker/DFB)

Geehrt wurde je ein Schiedsrichter aus den fünf DFB-Regionalverbänden: Jonas Grütter (Westdeutscher Fußballverband), Nils Ole Vitt (Süddeutscher Fußball-Verband), Paul Volk (Fußball-Regional-Verband Südwest), Laurenz Werner (Nordostdeutscher Fußballverband) und Kian Gorny (Norddeutscher Fußball-Verband).

Besondere Anerkennung erfuhren Thao-Vy Nguyen (Schleswig-Holsteinischer Fußballverband) und Sophie Fabienne Olivie (Bremer Fußball-Verband), die bereits als DFB-Schiedsrichterinnen auf nationaler Ebene überzeugen. Mit ihren Leistungen stehen sie für das hohe Niveau des weiblichen Nachwuchses und fungieren als wichtige Vorbilder für junge Frauen, die den Sprung in den Spitzenfußball anstreben.

(Foto: Thomas Boecker/DFB)

Der für das Schiedsrichterwesen zuständige 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann betonte: „Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen: Ohne Schiedsrichter findet kein Spiel statt. Sie stehen für die Werte des Spiels. Auszeichnungen wie diese und auch die DFB-Aktion ‚Danke Schiri‘ sind wichtig, um Wertschätzung und Respekt für das, was auf dem Platz geleistet wird, zum Ausdruck zu bringen.“ Gemeinsam mit seinen Präsidiumskollegen Ralph-Uwe Schaffert, Stephan Grunwald und den Geschäftsführern der DFB Schiri GmbH Knut Kircher und Florian Götte sowie FIFA-Referee Harm Osmers, den langjährigen Bundesliga-Schiedsrichterinnen Christine Baitinger und Moiken Wolk, DFB-Lehrwart Lutz Wagner und zahlreichen weiteren Gästen begleitete Zimmermann die Veranstaltung.

Ein „beMERKenswerter“ Lebensweg

Ein besonderer Höhepunkt der Verleihung, die von Alex Feuerherdt moderiert wurde, war die Übergabe des Vorbildpreises „Der beMERKenswerte Weg“ an Robert Hoffmann. Der Referee vom vorderpfälzischen FV Freinsheim (Südwestdeutscher Fußballverband) ist nach einem Verkehrsunfall auf eine Beinprothese angewiesen und leitet damit Spiele im Regelbetrieb.

„Ich hatte großes Glück, überlebt zu haben“, sagt er heute mit einer beeindruckenden positiven Einstellung. Statt aufzugeben, blieb er dem Schiedsrichterwesen und seinem Verein mit vorbildlichem Engagement treu. In seiner Laudatio betonte Dr. Markus Merk: „Robert, du bist Vorbild und ein Gewinn für das Schiedsrichterwesen“.

(Foto: Thomas Boecker/DFB)

Schiedsrichterei als Schule des Lebens

In den Gesprächen auf dem DFB-Campus wurde deutlich, wie sehr das Amt an der Pfeife die eigene Persönlichkeit prägt. Die jungen Unparteiischen betonten, durch die Schiedsrichterei selbstbewusster geworden zu sein und gelernt zu haben, auch in hitzigen Momenten die Ruhe zu bewahren – Fähigkeiten, die ihnen weit über den Fußballplatz hinaus im Alltag und Beruf zugutekommen.

Mit der feierlichen Übergabe der Pokale endete eine inspirierende Veranstaltung, die einmal mehr verdeutlichte: Ohne die Männer und Frauen an der Pfeife rollt kein Ball. Persönlichkeiten wie Robert Hoffmann, Thao-Vy Nguyen, Kian Gorny, Jonas Grütter, Laurenz Werner, Nils Ole Vitt, Paul Volk und Sophie Fabienne Olivie sorgen dafür, dass das deutsche Schiedsrichterwesen ein starkes und engagiertes Gesicht hat.

Von Grünberg aus stand ein Besuch auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf dem Plan. Foto: DFB/Nico Florow
Eine zusätzliche Freizeit für Kinder nach onkologischer Erkrankung fand in Malente statt. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Der fußballbegeisterte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf besuchte die Fußball-Ferien-Freizeit in Malente. Foto: Martin Ziemer/Getty Images
Der ehemalige Trainer von RB Leipzig Marco Rose war für einen Wertedialog in Leipzig zu Gast. Foto: Jens Schlüter/Getty Images
Ein Besuch im Bundesverfassungsgericht stand bei der Freizeit in Schöneck (Karlsruhe) auf dem Programm. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch leitete eine Trainingseinheit in Edenkoben. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers gab in Malente Einblicke in das Leben eines Profi-Schiedsrichters. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun
Neben verschiedenen Ausflügen und Bildungsaktivitäten stand natürlich der Fußball im Mittelpunkt der Freizeiten. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Klaus Venus
Von Hennef aus ging es für eine Führung nach Leverkusen in die BayArena – inklusive Gespräch mit dem Geschäftsführer Simon Rolfes. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Insgesamt 1.000 Teilnehmende waren bei den Fußball-Ferien-Freizeiten 2025 dabei. Foto: Klaus Venus/DFB-Stiftung Egidius Braun
Verschiedene Workshops zum Thema Demokratie standen auf dem Programm der Freizeitwochen. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
Der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier tauschte sich in einem Wertedialog mit den Teilnehmenden einer Freizeit in Grünberg aus. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
DFB-Präsident Bernd Neuendorf besucht die Fußball-Ferien-Freizeiten in Hennef. Foto: DFB-Stiftung Egidius Braun/Carsten Kobow
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