

Auf der Leipziger Buchmesse wurde am vergangenen Wochenende gelesen, diskutiert und erzählt. Mittendrin die DFB-Stiftungen und das Schulteam des DFB. Über die vier Messetage wurde am gemeinsamen Stand, in Panels und bei Selbsterfahrungs-Workshops deutlich, dass Fußball mehr ist als ein Spiel und ganz besondere Geschichten erzählt – über Zusammenhalt, Fairness und Verantwortung.
Der Messestand der DFB-Stiftungen und des DFB bot den 313.000 Besucherinnen und Besuchern der Leipziger Buchmesse, das publikumsorientierte „Frühlingsfest“ der Literatur, Raum für inspirierende Gespräche über die Arbeit der DFB-Stiftungen und das Jahr der Schule sowie Informationen zu Themen wie Inklusion, Antidiskriminierung, Resozialisierung, Kultur oder Bewegung an Schulen im und durch Fußball. Spannende Themen auch für die Politik: Christian Tischner, Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Jan Riedel, Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt sowie einige Bundestagsabgeordnete zeigten starkes Interesse an den Tätigkeitsfeldern der DFB-Stiftungen und den Schulprojekten des DFB.

Menschen im Mittelpunkt spannender Panels
Abseits des Messestandes boten die DFB-Stiftungen und der DFB interessante Diskussionspanels, die die Vielfalt der gesellschaftlichen Relevanz von Fußball verdeutlichten. Thoya Küster, Jenny Dabelstein (beide Nationalspielerinnen und Blindenfußballerinnen des FC St. Pauli) und Wolf Schmidt (Trainer der Blindenfußball-Mannschaft des FC St. Pauli) stellten dem Publikum die Besonderheiten von Blindenfußball vor und blickten auf die kommende Spielzeit 2026 in der Blindenfußball-Bundesliga voraus (für mehr Infos: www.blindenfußball.de oder hier).
DFB-Vizepräsident Hermann Winkler, Markus Danz (Lehrer und Ausschussvorsitzender für Qualifizierung und Vereinsberatung im Sächsischen Fußball-Verband) und Paul Klein (Leiter U8-U11 und regionale Projekte von RB Leipzig) sprachen über die Wichtigkeit und Förderung von Bewegung und Sport an Schulen.
DFB und Fanszene gemeinsam auf der Bühne. Lukas Keuser (DFB-Team Fanbelange) und Marc aus der aktiven Fanszene waren sich einig: Die deutsche Fankultur ist ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Fußball, die es schafft „Brücken zu bauen zwischen Menschen verschiedener Altersgruppen, Herkünfte und Einstellungen“ und zu einer „Lebenseinstellung“ der Fans wird.

Trotzdem existiert auch in den Kurven Diskriminierung. Genau wie auf den Plätzen im Profi- und Amateurfußball. Wie damit umgegangen werden kann, erzählten Caterina Just der IVF Leipzig und Stefan Lenz, Vorstand des FC Mainaustrasse. Ihre Erfahrungen zeigen, wie wichtig Fußball als „einer der letzten großen Begegnungsorte und Heimat“ ist – gerade für geflüchtete Menschen.
Buchmesse geht natürlich nicht ohne Fußballbücher. Wie durch sie und Fußball im Allgemeinen die Lesekompetenz von Kindern gestärkt werden kann, erläuterten Dr. Claudia Pecher (Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur) und Karin Plötz (Direktorin der LitCam gGmbH). Durch Projekte wie den LESE-KICKER (https://dfb-stiftungen.de/projekte/fussball-kinder-jugendbuch-des-jahres-lese-kicker) oder „Lese-Kick“ erfahren Kinder, „dass lesen sie in eine andere Welt bringt und ihr Wissen steigert.“
Den Abschluss machte der langjährige ehemalige Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egidius Braun Wolfgang Watzke und der ehemalige Nationaltorhüter Toni Schumacher. Am Beispiel des 40-jährigen Jubiläums der Mexico-Hilfe blickten sie auf das gesellschaftliche Engagement bei Fußball-Großereignissen. Toni Schumacher, bei der Gründung der Mexico-Hilfe bei der Weltmeisterschaft 1986 vor Ort, erinnerte sich an die erbärmlichen Bedingungen im Waisenhaus Casa Cuna: „Das war eine Bruchbude. Die Babys schliefen in Apfelsinenkisten. Für uns war gleich klar, dass wir hier was tun mussten.“

Inklusion erleben: Blindenfußball zum Mitmachen
An allen vier Messetagen boten die DFB-Stiftungen einen Workshop im Blindenfußball. Angeleitet vom Blindenfußballtrainer des 1. FC Lokomotive Leipzig Frank Kayser und Blindenfußballern des Clubs setzen Kinder im „piks – Experimentierraum“ Dunkelbrillen auf und probierten sich im Umgang mit dem Rasselball aus. Eine Erfahrung, die zeigt, wie wichtig Kommunikation, Vertrauen und Orientierung sind – und wie Inklusion im Sport ganz praktisch funktioniert.
So blicken die DFB-Stiftungen und der DFB auf inspirierende Gespräche und Begegnungen auf der Leipziger Buchmesse 2026 zurück. Mit einem abwechslungsreichen Programm wurde gemeinsam auf die gesellschaftliche Kraft des Fußballs aufmerksam gemacht.
